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Das Profilfach Wirtschaft wurde im Schuljahr 2011/12 neu an Niedersachsens Realschulen eingeführt und wird seit diesem Zeitpunkt an der Rainald-von-Dassel-Schule unterrichtet.

Das Profil leistet einen Beitrag zur beruflichen Orientierung der Schülerinnen und Schüler, die sich für den Bereich Wirtschaft interessieren. Die beruflichen Orientierungsmöglichkeiten beziehen sich auf Ausbildungsberufe und weitere schulische und berufliche Qualifizierungen (z.B. an Berufsfachschulen, Fachoberschulen, Fachgymnasien).

Anders als im regulären Wirtschaftsunterricht, werden die Themen handlungs- bzw. projektorientiert behandelt. Ausgehend von eigenen Erfahrungen, Interessen und Alltagsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler führt der Unterricht zur Aneignung von Fachkenntnissen, zur Vermittlung von Methoden zur Erkenntnisgewinnung und regt zur Beurteilung fachspezifischer Themen an.

Folgende Unterrichtsthemen werden im Rahmen des Profilfaches Wirtschaft vertieft behandelt:

9. Klasse:
VerbraucherInnen im Wirtschaftsgeschehen und in der Erwerbstätigkeit als Auszubildender
Leben im Haushalt einer Familie
Haushaltsplan
Brutto > Netto (Steuerabgaben)
Planung von größeren Anschaffungen
Nutzwertanalyse
Verschuldungsproblematik   
Kredite / Zinsen
Kontakt zur Schuldnerberatung und zu den Banken
Klasse 10:
Bewerbung um einen Arbeitsplatz
Berufsausbildung in einem fiktiven Unternehmen
Berufsausbildungsverträge
Bewerbungsgespräche
reale Berichte von Auszubildenden
Unternehmen:
Rechtsformen
Marketing
Gewinn- und Verlustrechnung




Fakultativ: Schülerfirma

Sowohl in der neunten als auch in der zehnten Jahrgangsstufe besteht die Möglichkeit, ein Schülerunternehmen zu gründen. Dieses erfolgt an der Rainald-von-Dassel-Schule in Kooperation mit dem sogenannten Junior-Projekt. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Idee, die vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln betreut und vom Kultusministerium unterstützt wird.

Ziel des jeweils auf ein Jahr befristeten Projektes ist es, Jugendliche in die Geschäftswelt einzuführen, indem ihnen die Möglichkeit gegeben wird, eine eigene Firma zu gründen. Das Projekt wird von Schüler- und nicht von Lehrerseite geleitet. Die betreuende Lehrkraft übernimmt in erster Linie eine beratende Funktion. Es ist nicht damit getan, einen theoretischen Einblick in das Wirtschaftsleben zu geben. Vielmehr stellt das Projekt eine reale Möglichkeit dar, eine eigenständige Firma aufzubauen, die sich in der realen Marktwirtschaft etablieren kann. Begriffe wie Lohnabrechnung, Marketing und Bilanzen werden für Schüler greifbar. JUNIOR-Unternehmer schließen im Rahmen des Projektes wirksame Verträge ab und werden im Rechtsverkehr als „echtes Unternehmen“ behandelt. So können die Schüler Wirtschaft hautnah erleben.

www.juniorprojekt.de